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Radtour quer durch Holland Etappen 2, 3 & Fazit

Katerina Reiss • 14. Februar 2023

Tag 2 - von Ooij bis Lelystad

Am zweiten Tag hatten wir von Ooij bis nach Lelystad bis zu unserer Unterkunft knapp 98 Kilometer vor uns.

Wir fuhren nach einem guten Frühstück in dem Fletcher Hotel De Gelderse Port zeitig los. Die Räder waren aufgeladen, wir motiviert und gut gelaunt. Bis nach Harderwijk klappte alles richtig gut. Wir fuhren durch das überraschenderweise sehr hügelige Arnheim, an dem wunderschönen Het Nationale Park de hoge Veluwe vorbei, durch Harskamp, wo wir uns nach den ersten 47 Kilometern beim De vergulde Leuw einen leckeren Pfannkuchen teilten und dort sogar eine Ladestation für die Räder fanden. Übrigens fährt man von Arnheim Süd bis nach Arnheim einen Radweg, welcher parallel zur Autobahn geht. Auf der einen Seite ist die Autobahn, auf der anderen ein wunderschönes Naherholungsgebiet. Der Radweg sieht aus, wie eine Tartanbahn und lässt sich außerordentlich gut fahren. Wir kamen sogar am Stadion Arnheim (Gelre Dom) vorbei, von dem Mario selbstverständlich ein Bild machen musste.

Nachdem wir von dem Pfannkuchen wieder etwas mehr gestärkt waren, fuhren wir weiter durch ein schön bewaldetes Gebiet. Ich kann wirklich immer wieder betonen, wie toll die Radwege in den Niederlanden sind.


In Haderswijk angekommen ging es über das Aquaduct Veluwekmeer und ab dann kann ich Euch sagen, wurde es zäh. Richtig zäh. Wir kamen immer näher an das Meer heran und das merkte man am Gegenwind. Ab da merkte ich, dass ich die Kilometer anfangs hätte höher setzen sollen und zum Ende hin kürze Strecken hätte planen sollen. Wir fuhren über Deiche, welche wir uns mit Schafen und Wildgänsen teilten - die Tiere waren aber alle entspannt, sie scheinen Radfahrer gewöhnt zu sein.


Auch wurde die Landschaft immer einseitiger, so dass man kaum merkte, dass man überhaupt voran kam und es befanden sich dort auf den Deichen, über die wir fuhren, keine Wälder, welche uns vom Wind schützen konnte. Natürlich gab es Bäume, doch nicht um den Radweg herum.  Lelystad ist unserer Meinung nach eine der wenigen, nicht so abwechslungsreichen Ecken der Niederlande. Dieses Gebiet wurde - wie das gesamte Flevoland - auf einem Polder gebaut. Dies bedeutet, dass es dem Meer abgewonnen wurde und es liegt fünf Meter unter dem Meeresspiegel.


Wir kamen dann nach total erschöpft an unserer Unterkunft für die Nacht an. Wir hatten im Hajé Restaurant de Aalscholver ein Zimmer gebucht. Diese sind in einem Haus direkt am Wasser eines Teiches gebaut, was wirklich sehr schön war, jedoch hatte ich nicht gesehen, dass es sich bei der Unterkunft quasi um eine Autobahn-Raststätte an der A6 handelte. Es war leider etwas laut. Aber wir hatten eine Badewanne auf dem Zimmer, was ein Pluspunkt war und konnten unsere müden Muskeln entspannen. Wir haben im Restaurant Fish & Chips gegessen und sind wirklich um 21 Uhr tot ins Bett gefallen.


Da diese Tour etwas zäh war, haben wir auch leider nicht so viele Fotos geschossen. Wir wollten einfach nur voran kommen.



Tag 3 - von Lelystad bis Callantsoog


Am nächsten Morgen nahmen wir kein Frühstück zu uns, da wir schon befürchtet haben, dass es zeitlich knapp werden könnte. Wir hatten ja wieder 110 Kilometer vor uns uns wollten über den Deich fahren, welcher das Marker- von dem Ijsselmeer trennt, über Enkhuizen fahren.


Wir haben uns schon sehr gewundert, warum niemand mit uns in die Richtung Enkhuizen über den Deich fuhr. Das erste Stück klappte einfach super, doch dann macht der Deich einen Knick und man fährt nicht mehr mit dem Wind, sondern gegen den Wind. Die wenigen Radfahrer, die wir auf der Deichüberquerung trafen, kamen uns entgegen - nun verständlich für uns.


Aber es war schon ein wahnsinniges Erlebnis. Man kann herrlich über den Deich fahren. Die Autospuren sind etwas höher gelegen, so dass man die Fahrzeuge nur ganz selten sieht. Auf der einen Seite sieht man nur Wiese und auf der anderen Seite das Meer. Wir hatten auch mit dem Wetter wahnsinniges Glück.

Als wir vom Deich runter fuhren, war mein Akku schon gut die Hälfte runter und dabei hatten wir gerade mal 45 Kilometer geschafft und noch gut 65 Kilometer vor uns. Da Ging mir der Pöppes schon langsam auf Grundeis. Ich hatte dann schnell online geschaut, wo man eine E-Bike-Ladestation findet. Die nächste sollte in Wervershof in gut 13 Kilometern sein. Wir mussten eh laut Navi durch den Ort, so dass wir uns auf die Suche der Ladestation machten. Leider war die Station defekt und da dachte ich schon bei mir, dass ich die Strecke mit dem Gepäck und dem Gegenwind niemals im Leben bis nach Groote Keeten in Callantsoog schaffe. Zum Glück entdeckte ich ein paar Häuser von der Ladestation entfernt einen Imbiss. Ich bin ja die Sorte Mensch, nach Hilfe zu fragen und mehr als Nein sagen, kann mein Gegenüber nicht. Also gingen wir zu dem Imbiss und ich fragte, ob wir gegen Geld die Räder aufladen dürfen. Die Besitzer waren so lieb. Sie holten ein Verlängerungskabel und schwupps durften wir die Räder aufladen. Dafür haben wir reichlich getrunken und gegessen, um den Umsatz zu fördern. Es war die "Snackerie `t Zonnetje und ich würde dort jederzeit wieder einkehren. Sehr leckerer Kaffee, tolle Snacks und auch bei den Einheimischen sehr beliebt. Da wir so zeitig und ohne Frühstück von unserer Unterkunft losgefahren waren, hatten wir zum Glück auch noch ausreichend Zeit, um in Callantsoog bei der Ferienwohnungsvermietung anzukommen. Mir fiel da wirklich ein Stein vom Herzen und so ein großes Trinkgeld habe ich - glaube ich - noch nie jemandem gegeben, nachdem die Besitzer des Imbisses von mir kein Geld für den Strom wollten.



Nachdem die Akkus wieder etwas mehr geladen waren, ging es durch Medemblik - auch ein wunderschöner Ort - weiter und dann ging es die meiste Zeit über platte Felder. Das war anstrengend, dass kann ich Euch sagen. Wir hatten so wahnsinnigen Gegenwind, so dass mein Akkustand - normalerweise fuhr ich im Eco-Modus, aber hier musste ich aufgrund des Gewichts des Gepäckes und des Windes zwischendurch den Turbo einschalten - wieder rapide runter ging. Hatte man gut Tempo, kam eine Windböe und man hatte das Gefühl, dass man quasi wieder stehen blieb. Von Medemblick bis zur Wohnung waren es noch etwa 40 Kilometer und die letzten 20 Kilometer waren wirklich ein Kampf für mich. Wir kamen auch an keinen richtigen Ortschaften oder Tankstellen vorbei, wo man hätte kurz aufladen oder sich auch mal ein Getränk gönnen können. Wir kamen nur an Feldern und vereinzelt liegenden Höfen vorbei.


Aber wir schafften es. Mein Akku zeigte, als wir an der Ferienwohnung ankamen an, dass ich noch 8 Kilometer Akkulaufzeit hätte. Das war also Leben am Limit muss ich Euch sagen.


Mein Fazit ist, dass ich es immer wieder machen würde. Es hat so wahnsinnig Spaß gemacht und über seine eigenen Grenzen hinaus zu wachsen, das hat mich schon sehr stolz gemacht. Ich war bisher auch immer jemand, der mit sehr viel Gepäck gereist ist. Ich hatte immer zu viel dabei und habe grad mal die Hälfte gebraucht. So ganz bewusst zu packen, weil man für die zwei Wochen nur die zwei Radtaschen pro Person zur Verfügung hat, das war schon eine große Herausforderung für mich. Ich habe nur Sachen eingepackt, die man gut waschen kann (zur Not auch nur mit Hand) und nicht bügeln muss. Und ich kann Euch sagen, dass es richtig toll war. Mich hat es gar nicht genervt, nur zwei Kleider, einen Rock, zwei Jumpsuits unter die gut die Radhose passt, zwei Jeans, zwei Pullis, eine Jeansjacke und eine Regenjacke zzgl. natürlich Unterwäsche und Bikini, dabei zu haben. Man fühlte sich auch vom Kopf her befreit und da wir eine Waschmaschine in der Ferienwohnung hatten, konnten wir uns immer frischer Kleidung bedienen.


Auch haben wir ganz bewusst nur wenige Drogerieartikel mitgenommen. Wir haben festes Shampoo, feste Spülung und feste Seife mit gehabt, damit uns nicht auslaufen kann und wir auch Gewicht sparen können. Wir hatten Unisex-Deo und Parfüm, welches wir beide benutzen konnten, kleine Tuben mit Creme und alles was man so braucht in Mini-Größen.


Besonders schön fand ich, dass man mit dem Rad die Natur ganz anders wahrnimmt. Das Quaken der Frösche in den Teichen, als wir von Arnheim Süd in Richtung Arnheim fuhren; die Schafe und Gänse, die wir unterwegs auf den Deichen sahen; die wunderschönen kleinen Gassen, welche wir in kleinen putzigen Orten durchfuhren, welche man sonst nie zu Gesicht bekommt, weil man mit dem Auto ja nur auf der Autobahn unterwegs ist. Es ist für mich ein Erlebnis gewesen, welches ich ganz unbedingt nochmal wiederholen werde.


Solltet Ihr Fragen haben, so stehe ich Euch gerne zur Verfügung.

von Katerina Reiss 16. Dezember 2024
Die Villa Aloha ist für 10 Personen. Wir hatten selten ein Ferienhaus, welches für die Anzahl der Personen so perfekt geeignet war. Bei der Einrichtung und Ausstattung hat sich die Eigentümerin hier richtig Gedanken gemacht und das merkt man. Der Esstisch ist so herrlich groß, dass man mit voller Auslastung des Hauses an diesem genügend Platz hat und sich nicht zusammenquetschen muss. Die Küche ist ausgestattet mit einem riesigen Kühlschrank mit Gefrierfach, einem übergroßen Gasherd mit Backofen, zwei Spülmaschinen und einer Kaffeemaschine, welche 10 Tassen aufbrühen kann. Es gibt ausreichend Platz, so dass man sich mit 10 Personen richtig wohl fühlen kann. Die Ausstattung mit den zwei Spülmaschinen hat uns besonders gut gefallen, so kann man mit einer größeren Anzahl von Personen in der Küche immer Ordnung halten. Auch ist sehr gut durchdacht, dass es ausreichend Geschirr und besonders große Töpfe, viele Auflaufformen, große Kaffeetassen (oft gibt es in Wohnungen so kleine Tassen und für uns Milchkaffeetrinker nicht geeignet) und richtige Schneidebretter gibt.
von Katerina Reiss 27. November 2024
Ihr habt bestimmt schon mitbekommen, dass wir wahnsinnige Callantsoog Fans geworden sind. Wir haben schon viele wunderschöne Einheiten über Lekkernaarzee, unsere Lieblings-Ferienhausvermietung in der Callantsooger Ecke, gebucht und nie eine Buchung bereut. Seit einiger Zeit ist dort die Villa Aloha im Sandepark in Groote Keeten in der Vermietung. Von Anfang an war ich aufgrund der schönen Bilder Fan von diesem Haus und optisch erinnerte mich dieses Haus total an unseren liebsten Strandpaviljoen, das Klawertje Vier in Groote Keeten. Wie wir erfahren haben, gehört diese Einheit auch der Eigentümerin vom Klawertje Vier und natürlich ist mir dann klar, warum diese Villa so wunderschön eingerichtet ist. Da es hier so viel zu entdecken gibt, teile ich diese Empfehlung auf zwei Posts auf. Ich bekomme diese vielen schönen Dinge gar nicht alle in einen Post rein. Dauernd fällt mir etwas auf, was ich mit Euch noch unbedingt teilen möchte und währenddessen ich hier in der Aloha am wunderschönen Esstisch sitze - die Jungs machen einen Ausflug und mich hat leider ein wenig eine leichte Grippe erwischt - schaue ich mich um, genieße die schöne Wärme drinnen und bin vor dem Sturm draußen geschützt, trinke eine schöne heiße Orange und lasse die Finger über meine Tastatur fliegen.
von Katerina Reiss 20. August 2024
Wir haben am Wochenende der Stadt Leiden in Zuidholland einen Besuch abgestattet und was soll ich Euch sagen, wir sind total begeistert von dieser wunderschönen Stadt. Leiden ist die viertgrößte Stadt der Provinz Südholland aber man merkt das gar nicht. Es ist so eine wundervolle, entschleunigende Stadt voller netter Menschen. In Leiden findet Ihr wahnsinnig viele historische Gebäude und wir haben in einer wunderschönen Privatunterkunft übernachtet, welche sich als eines der ältesten Häuser Leidens, direkt gegenüber vom Rathaus, entpuppte. Wir haben eine tolle Grachtentour bei dem kleinen Unternehmen Bootjed en Broodjes gemacht und so viel über die Stadt erfahren können. Solche Grachtentouren kann ich in jeder niederländischen Stadt empfehlen, da die Boote keine große Kapazität haben, somit nicht so viele Gäste an Bord sind und man dadurch auch zwischendurch Fragen stellen darf. Wenn Ihr Grachten und z.B. Amsterdam mögt, dann werdet Ihr Leiden lieben. Leiden hat alle Vorzüge von Amsterdam, ist nur nicht so furchtbar überlaufen und viel entspannter. Wir haben uns in diese Stadt und ihre Einwohner verliebt und ich bin ganz sicher, wenn Ihr mal dorthin fahrt, wird es Euch ebenso ergehen.
von Katerina Reiss 19. August 2024
Wir haben bei unserem diesjährigen Sommerurlaub ein paar Tage im Lungau (Österreich) verbracht und hatten das Glück, dass an unserem letzten Urlaubstag die Bergbahnen fuhren. Wir sind auf das Großeck rauf gefahren und das restliche Stück zur Speiereckhütte gewandert. Eigentlich hatten wir vor, noch auf einen anderen Berg rauf zu fahren, aber wir hatten so viel Spaß mit dem Pächter und seinem Team, dass wir den ganzen Tag in dieser wundervollen, chilligen Atmosphäre verbracht haben. Da wir vor der Saison dort waren, hatte der Pächter Zeit und Lust, mir seine Zimmer zu zeigen, denn auf dieser wundervollen Hütte kann man einfach übernachten. Die Zimmer sind einfach, aber sehr gemütlich eingerichtet. Das Bad ganz neu und on top gibt es eine Sauna mit einem traumhaften Bergblick. Wir haben uns in diesen wunderschönen Ort und das nette Team verliebt. Das Essen auf dieser Hütte ist auch nicht von dieser Welt. Man kommt in kulinarische Genüsse, welche man so auf einer Hütte normalerweise nicht erwartet. Es gibt viele ausgefallene Dinge - neben den für eine Hütte typischen Kaiserschmarrn, dem Schnitzel etc. Da es unser letzter Tag im wunderschönen Österreich gab, teilten wir uns eine leckere Suppe und gönnten uns noch einmal ein leckeres Schnitzel. Wenn Ihr also im Lungau seid oder auch eine ausgefallene Unterkunft sucht, können wir Euch die Speiereckhütte (Mauterndorf) wärmstens empfehlen. Ihr werdet Euch von diesem wahnsinnig lieben Team total willkommen fühlen. (Diese Werbung erfolgt freiwillig und unbezahlt.)
von Katerina Reiss 24. Juli 2024
Wir sind immer wahnsinnig gerne in Maastricht, weil es nur einen Katzensprung von uns entfernt ist und wir die Niederlande einfach lieben. Wir haben dort eine wundervolle Buchhandlung entdeckt, welche sich in einer ehemaligen Kirche befindet. In den Niederlanden ist es normal, dass viele ehemalige Kirchen mittlerweile gewerblich und auch privat als Wohnraum genutzt werden, da die Gebäude ansonsten leer stehen würden. Es gibt in den Niederlanden weniger Kirchgänger und sehr viele Kirchen und diese werden entweiht und dann für andere Zwecke genutzt. In dieser Buchhandlung gibt es nicht nur Bücher, tolle Schreibwaren, Geschenke, Produkte aus Maastricht, sondern auch ein wunderschönes Kaffee, welches sich genau dort befindet, wo früher der Altar stand. Wir waren bisher zu allen möglichen Uhrzeiten dort, doch am meisten hat es mir abends gefallen, wenn die wunderschöne Beleuchtung so richtig zur Geltung kommt. Die Dominikanerkirche wurde 1294 gegründet und ist die älteste gotische Kirche in den Niederlanden. Wenn man durch das Gebäude geht und durch die Bücherregale schlendert, hat man aufgrund des Alters des Gebäudes schon ein ehrfürchtiges Gefühl. Wer mich kennt, der weiß, wie sehr mich Geschichte und alte Gebäude interessieren. Zum Glück hat die Buchhandlung auch eine große Abteilung mit englischen Büchern, so dass ich mir bei jedem Besuch ein Buch mitnehmen muss. Das ist bei mir mittlerweile schon ein wichtiges Ritual. Auch mein Mann kommt auf seine Kosten, er schlendert nämlich immer durch die Schallplattenabteilung und stöbert dort gerne.
von Katerina Reiss 28. November 2023
Vor unserem Trip nach Hamburg habe ich mich im Internet nach tollen Restaurants umgeschaut und habe auf der Homepage der HASPA Tipps für einheimische Lokale gefunden. Bei diesen Tipps wurde der Kartoffelkeller genannt und da wir Kartoffelgerichte sehr mögen, wollten wir diesen unbedingt testen. Was soll ich Euch sagen, wir waren sowas von begeistert. Die Atmosphäre, das tolle und motivierte Team und das sehr leckere Essen haben uns den Aufenthalt total genießen lassen. Mario hatte mit unserem Freund einen Burger mit Rindfleisch vom Angus für 18,88 €, meine Freundin hatte ein Schnitzel Wiener Art für 20,99 € (ein rieeeeeesen Schnitzel) und ich die Pellkartoffeln mit Räucherlachs uns Sahne-Merrettich für 22,22 €. Die Kartoffeln schmecken so gut, der Eigengeschmack ist wirklich grandios. Ich durfte auch Marios Bratkartoffeln probieren und diese sind in Restaurants sehr oft übersalzen und sehr fettig, was hier nicht der Fall war. Die Bratkartoffeln waren super knusprig, genau richtig gesalzen und überhaupt nicht fettig. Auch mein Lachs war wahnsinnig gut und die Portionen waren wirklich so, dass man sehr gut satt wurde. Preislich liegt der Kartoffelkeller nicht in einer sehr preiswerten Kategorie, sondern in der Mittleren aber für uns waren die Preise total angemessen. Gute Qualität hat ihren Preis und dieser war total angemessen. Wir gehen immer azyklisch Essen, so dass wir dann immer das Glück haben, dass die Lokalitäten nicht voll sind und ich immer schöne Bilder von den Restaurants machen kann. Die Mitarbeiter/innen des Lokals haben mich rumgeführt, mir viel über die Geschichte des Kartoffelkellers erzählt - welcher wirklich damals ein Kartoffelkeller gewesen ist und man merkte, wie stolz sie auf ihr Restaurant sind. Also wer von Euch mal in Hamburg ist und ein tolles Restaurant sucht, dann schaut doch mal im Kartoffelkeller rein. Wir können einen Besucht wärmstens empfehlen. Diese Werbung erfolgt freiwillig und unbezahlt.
von Katerina Reiss 17. Oktober 2023
Gebürtig komme ich aus dem wunderschönen Vrbice. Ein Ort, umgeben von Weinbergen, dessen Schönheit von immer mehr Touristen entdeckt wird. Im Jahr 1220 wurde Vrbice (früher Michelsdorf) im Zuge der deutschen Kolonisation angelegt. Es hat um die 1.100 Einwohner. Vrbice liegt auf einem kleinen Berg, von welchem aus man sogar die Windräder von Wien sehen kann - es liegt etwa 70 km von Wien entfernt. Bei gutem Wetter und sehr klarer Sicht kann man sogar den Schneeberg sehen. Dieser ist der größte Berg von Niederösterreich und er ist der östlichste und nördlichste Zweitausender der Alpen. Da die Gegend sehr an die Toskana erinnert, wird sie auch gerne Mährische Toskana genannt. Viele Bewohner von Vrbice stellen Wein her und die Weinkeller liegen fast alle auf der höchsten Stelle an der Kirche. Die Weinkeller sind in den Berg gehauen und das Klima dieser Keller sorgt für eine wunderbare Reife des Weines, welcher hier noch in Holzfässern gelagert wird.
von Katerina Reiss 16. August 2023
Wir haben dieses Ostern in Nordholland, genau genommen wieder in Groote Keeten (Callantsoog), verbracht. Wir haben unsere Freunde mit unserer Begeisterung angesteckt und mit diesen zusammen wieder bei Lekkernaarzee eine tolle Erdgeschosswohnung mit Garten und Terrasse gebucht. Die Wohnung war so wahnsinnig schön eingerichtet und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Uns ist eine schöne Unterkunft immer sehr wichtig, denn wenn diese nicht mindestens genau so schön ist, als unser Zuhause, haben wir keine Erholung. Wir möchten uns auch mal gerne in der Wohnung aufhgalten, wenn das Wetter nicht so gut ist oder wir abends von Ausflügen auch mal platt sind. Ein schöner Balkon, Garten oder Terrasse ist auch immer von Vorteil.
von Katerina Reiss 18. Juli 2023
Gᴇᴅᴀɴᴋᴇɴ ᴜɴᴅ Bᴏᴛsᴄʜᴀғᴛ ᴢᴜᴍ ᴢᴡᴇɪᴛᴇɴ Jᴀʜʀᴇsᴛᴀɢ ᴅᴇʀ Fʟᴜᴛᴋᴀᴛᴀsᴛʀᴏᴘʜᴇ ɪɴ ᴜɴsᴇʀᴇᴍ Aʜʀᴛᴀʟ 𝙒𝙞𝙧 𝙨𝙖𝙜𝙚𝙣 𝙅𝘼 -𝙯𝙪 𝙎𝙤𝙡𝙞𝙙𝙖𝙧𝙞𝙩𝙖̈𝙩 𝙪𝙣𝙙 𝙃𝙞𝙡𝙛𝙚 𝙛𝙪̈𝙧 𝙈𝙚𝙣𝙨𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙞𝙣 𝙉𝙤𝙩 𝙞𝙢 𝙄𝙣- 𝙪𝙣𝙙 𝘼𝙪𝙨𝙡𝙖𝙣𝙙 𝙒𝙞𝙧 𝙨𝙖𝙜𝙚𝙣 𝙉𝙀𝙄𝙉 - 𝙯𝙪 𝙋𝙖𝙧𝙤𝙡𝙚𝙣 𝙪𝙣𝙙 𝙋𝙤𝙥𝙪𝙡𝙞𝙨𝙢𝙪𝙨 𝙞𝙣 𝙪𝙣𝙨𝙚𝙧𝙚m 𝙉𝙖𝙢𝙚𝙣 Wir sind Aniko und Torsten Schweigert aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wir sind hier geboren und aufgewachsen. Sind weggegangen, um die Welt hinter dem Tellerrand zu entdecken. Aber wiederzukommen, weil hier unsere Heimat ist und unsere Familien sind. Wir haben das Lenné Schlösschen aus dem Dornröschenschlaf geweckt und mit Passion Traumhochzeiten und andere Events durchgeführt, bis uns, wie alle Menschen, Corona in die Knie zwang. Die Welt dachte, schlimmer könne es nicht kommen. Doch für uns kam es schlimmer. Nur 4 Tage nach der ersten und einzigen Hochzeit seit dem großen Lockdown überrollte eine 9 Meter hohe Welle unser Tal und nahm uns unsere Häuser, Straßen, Geschäfte, Schulen, Kindergärten, Sportplätze, Apotheken, Arztpraxen, unsere Arbeit, unser Einkommen, unser Wasser, unseren Strom und am allerschlimmsten: viel zu viele geliebte Menschen. Zwei Jahre nach der Flut befindet sich auch unser Lenné Schlösschen noch immer im Wiederaufbau. Zwar führen wir schon seit letztem Jahr wieder Traumhochzeiten durch und es ist ein Licht am Ende des entkernten Tunnels zu sehen, aber niemand hätte gedacht, dass wir 729 Tage lang keine Toiletten haben werden. "𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐝𝐚𝐮𝐞𝐫𝐭 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐬 𝐬𝐨 𝐥𝐚𝐧𝐠𝘦", fragen sich alle. Wir wissen es, denn wir leben hier und wir möchten es Euch mitteilen, auch um den vielen unwahren Behauptungen und Hasskommentaren entgegen zu wirken, die immer mehr kursieren: 𝐎𝐡𝐧𝐞 𝐇𝐚𝐧𝐝𝐰𝐞𝐫𝐤𝐞𝐫 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐖𝐢𝐞𝐝𝐞𝐫𝐚𝐮𝐟𝐛𝐚𝐮: Die regionalen Betriebe waren zum einen meist selbst betroffen und ausserdem nicht ausgelegt auf die massenhaften Arbeiten, die auf sie zugekommen sind. Sie selbst waren auf die Unterstützung von Handwerkerkollegen aus ganz Europa, aus Bulgarien, Rumänien, der Türkei, Russland, der Ukraine und von sonstwoher angewiesen, um sich und uns zu helfen. Hier eine erste Botschaft an alle AfD Wähler, die u.a. die Zuwanderung einschränken wollen: Ohne diese Menschen, wäre hier noch weitaus weniger aufgebaut worden. Die Grenzen zu schließen und uns aus eigener Kraft helfen zu wollen – da werden wir das Nachsehen haben. In vielen Lebensbereichen. Wir hätten z.B. auch kein Team mehr, das sich um unsere Gäste kümmert, denn wir bestehen aus einem vielfältigen Potpourri wunderbarer Kollegen mit Wurzeln aus der ganzen Welt. Ohne sie bliebe unsere Location leer. Natürlich niemals zu vergessen, die über 100.000 privaten freiwilligen Helfer aus allen Himmelsrichtungen und Kulturgruppen, die eine Schaufel und ihr Herz in die Hand und uns in den Arm nahmen, unsere Tränen und Keller trockneten und unser Hab und Gut von widerlich stinkendem Schlamm befreiten, während wir oft nur paralysiert zuschauen konnten. 𝗢𝗵𝗻𝗲 𝗕𝗮𝘂𝗺𝗮𝘁𝗲𝗿𝗶𝗮𝗹𝗶𝗲𝗻 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗪𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝗮𝘂𝗳𝗯𝗮𝘂: Die Welt war nicht vorbereitet darauf, einem ganzen Tal ad hoc Stromkabel, Heizungen und Fenster zu liefern. Erinnert Euch, wir hatten Corona, wir hatten einen blockierten Suez Kanal, wir haben einen Krieg in Europa. Dazu eine Flut. Wir sind an unsere Grenzen gestoßen. Nichts war oder ist mehr selbstverständlich. 𝗘𝘀 𝗺𝘂𝘀𝘀𝘁𝗲 𝗮𝗹𝘀𝗼 𝗽𝗿𝗶𝗼𝗿𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻: Erst der Strom, damit wir wieder kochen konnten, das Wasser, damit wir uns wieder waschen konnten, das Gas, damit wir wieder warm duschen und im Winter heizen konnten, dann die Straßen, die Brücken, Schulen, Kindergärten, Senioren- und Behinderteneinrichtungen, die öffentlichen Anlagen, die privaten Häuser und die Lebensmittelgeschäfte. Irgendwo ganz weit hinten in der Priorität stand unsere Eventlocation. Schade für uns, aber doch völlig nachvollziehbar. 𝐖𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐫𝐮̈𝐧𝐝𝐞 𝐠𝐢𝐛𝐭 𝐞𝐬 𝐧𝐨𝐜𝐡: Warum sieht man immer noch zerstörte Häuser, Bahnschienen und Straßen? Weil viele Menschen alt, krank oder schlicht damit überfordert sind, ihr Haus wieder aufzubauen, komplexe ISB Anträge auszufüllen, mit der Versicherung zu streiten oder die Entscheidung zu treffen, zu bleiben oder zu gehen. Viele tun sich auch schwer mit den Angeboten von fremden Firmen, die sie nicht kennen. Denn es kamen nicht nur gute Menschen ins Ahrtal. Nein, natürlich gibt es auch Flutgewinnler ohne Gewissen. In der Not die Spreu vom Weizen zu trennen, fällt nicht leicht. 𝗗𝗶𝗲 𝗕𝘂̈𝗿𝗼𝗸𝗿𝗮𝘁𝗶𝗲: Natürlich läuft auch bei einer Katastrophe nichts unbürokratisch ab. Bürokratie soll uns nunmal vor Korruption und Vetternwirtschaft bewahren, Steuer- und Spendengelder vor Missbrauch schützen. Leider ist die Bürokratie aber eben genau deshalb ein stures Pferd, das sich nicht genug den Gegebenheiten und Erfordernissen anpasst und deshalb oftmals gegen und nicht für den Bürger arbeitet. Dieses starre System aufzubrechen, liegt nicht in der Natur des Systems. 𝗚𝘂𝘁𝗮𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻: Zudem müssen unzählige Gutachten z.B. von Geologen und Hydrologen erstellt und ausgewertet werden, ob, wo und wie wieder aufgebaut werden kann. Darauf warten die Menschen, die nicht wissen, was sie mit ihrem kaputten Haus machen sollen. Obendrein mischen sich auch noch übergeordnete Stellen ein, die mehr blockieren statt forcieren und es bilden sich Gruppieren für und Gruppierungen gegen bestimmte Wiederaufbaumaßnahmen. Ganz abgesehen von dem Irrsinn, dass nur wiederaufgebaut, aber nicht zeitgemäß neu gebaut werden soll. Es gibt also tausend Gründe, warum alles seine Zeit braucht. 𝐖𝐨𝐫𝐚𝐧 𝐥𝐢𝐞𝐠𝐭 𝐞𝐬 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐢𝐟𝐢𝐧𝐢𝐭𝐢𝐯 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭: An etwas liegt der langwierige Wiederaufbau aber ganz sicher nicht: An der Hilfe für in Not geratene Menschen in ausländischen Kriegs- und Krisengebieten. Wir hier wissen das, denn anders als viele Kommentatoren und Polemiker sind wir mittendrin, um es beurteilen zu können. Wir hier spüren keinen Hilfeneid. Im Gegenteil, wenn wir könnten, würden wir sofort Menschen helfen, die wie wir in Not geraten sind. Wir würden Brötchen schmieren, Windeln, Kleidung, warme Decken und frischen Kaffee hinfahren, in den Arm nehmen, Geld spenden, Hab und Gut teilen und und helfen. Weil wir wissen wie es ist. Obwohl es einen massiven Unterschied gibt: Wir werden nicht zerbombt, nicht bewusst geflutet, vergewaltigt und vertrieben. Deshalb ist es gut, richtig und selbstverständlich, dass Deutschland auch im Ausland hilft. Wir haben dieses tief dankbare Gefühle erfahren, wie es ist, wenn einem uneigennützig geholfen wird. Wie es sich anfühlt, wenn aus Helfern Freunde werden. Wenn zwischenmenschliche Hürden und Grenzen überwunden werden. Wenn alle zusammen stehen, gemeinsam anpacken und füreinander da sind, egal, woher der einzelne kommt und welchen Hintergrund er hat. Dieses Gefühl zu erkennen, wieviel Gutes im Menschen steckt, und dass Nachbarschafts-, Landes,- Dorf- und Ländergrenzen keine Barrieren sind, kann uns niemand mehr nehmen, aber wir möchten dieses Gefühl weiterleben und weitergeben. Ja, wir leben in einem Katastrophengebiet und das noch sehr lange. Aber wir leben wenigstens in Frieden. Dieser Frieden muss gewahrt werden. Auch unter uns selbst und in uns selbst. Für Hass, Dummheit und Spaltung darf es keine Plattformen geben. Deshalb verwahren wir Ahrtaler uns dagegen, dass unsere Situation missbraucht wird für stumpfsinnige, dumme und menschenverachtende Kommentare oder Parolen im Sinne von „Helft erstmal dem Ahrtal, statt der Ukraine“. Wir Ahrtaler lassen uns nicht länger benutzen von Populisten, die keine Ahnung von der tatsächlichen Situation haben, aber Menschen und Wähler manipulieren wollen, um den Rechtsruck in Deutschland voran zu treiben. 𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝘂𝗻𝘀! 𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗶𝗻 𝘂𝗻𝘀𝗲𝗿𝗲𝗺 𝗡𝗮𝗺𝗲𝗻! 🌳Nachtrag an alle, die darüber lachen, dass sich das Klima wandelt: Solange die Erde sich dreht, wandelt sich das Klima und seit sich die Erde schneller dreht, wandelt sich das Klima schneller. Gerne können die Zweifler und Ignoranten bei uns im Lenné Park die Lücken beschauen, wo in den letzten vier Jahren mehrere jahrzehnte alte Mammutbäume ganz einfach vertrocknet sind.
Lyme Regis in Dorset
von Katerina Reiss 7. Juni 2023
Ein wunderschöner Ort an der englischen Jurassic Coast.
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